8. September 2026

Machtverlust ist ein hässliches Tier.

... ich sitze inzwischen in der ersten Reihe und schaue mir das Ganze an wie einen schlechten Film.
Seit zwei Jahren bin ich im Ausland ohne Wohnsitz in Deutschland. Die deutsche Politik interessiert mich eigentlich kaum noch. Ich habe genügend andere Dinge zu tun, als mich täglich darüber aufzuregen, welcher Trottel in Berlin oder irgendeinem Landtag gerade welchen Stuhl besetzt.
Aber was sich nach dieser Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt und der gesamten deutschen Politik abspielt, ist derart peinlich, primitiv und teilweise so erschreckend dumm, dass man kaum wegsehen kann. Leider sind auch viele Propagandamedien mit dabei.

Also sitze ich da. Logenplatz. Popcorn fehlt noch. Die AfD hat gewonnen.

Und bei den Verlierern scheint plötzlich der politische Weltuntergang ausgebrochen zu sein. Da wird geschrien, gepöbelt, gewarnt, moralisiert und mit dem Finger auf die Wähler gezeigt. Die Demokratie sei gefährdet, die Gesellschaft gespalten, das Land bedroht.

Nur eine Frage hört man erstaunlich selten:

Warum haben uns die Menschen eigentlich nicht mehr gewählt? 

Stattdessen schlagen manche um sich wie Ferkel, denen denen man gerade den Fressnapf vor der Schnauze weggezogen hat. Und vielleicht ist genau das der Punkt. Denn es geht nicht nur um Politik. Es geht um Macht. Einfluss. Posten. Netzwerke. Privilegien. Mandate. Gremien. Geld. Und für manchen Berufspolitiker vermutlich auch um die ziemlich unangenehme Frage, was eigentlich übrig bleibt, wenn all das plötzlich weg ist.

Kein Mandat. Kein Sitzungsgeld. Kein Mitarbeiterstab. Kein Mikrofon. Kein politischer Titel. Nur noch der eigene Lebenslauf. Und dann könnte es tatsächlich interessant und bei Vielen sehr dünn werden.

Denn wer Jahre nur Politik als Job gemacht hat, muss nicht automatisch jahrelang etwas anderes gemacht haben, das ein normaler Arbeitgeber interessant findet. Das ist der Moment, in dem Machtverlust weh tut. Und offenbar bei manchen bis ins Kleinhirn. 

https://link.amazon/B0azuXQAs
Ich beobachte das aus einiger Entfernung und bin ehrlich gesagt ziemlich fassungslos. 
Nicht weil die AfD gewonnen hat. Das ist eine politische Tatsache, die man mögen oder ablehnen kann. Sondern weil die Verlierer, allen voran der unfähigste Kanzler aller Zeiten offensichtlich nicht einmal auf die Idee kommen, dass vielleicht ihre eigene Politik, ihr Handeln oder Nichthandeln etwas damit zu tun haben könnte. Es ist einfacher, den Wähler für dumm zu erklären und Angst zu verbreiten oder den politischen Gegner zum Monster zu erklären. Selbstkritik ist schließlich deutlich anstrengender.

Und so sitze ich weiter in meiner Loge, irgendwo außerhalb Deutschlands, und schaue mir das peinliche Schauspiel an. Ich habe mich aus der deutschen Politik weitgehend verabschiedet. Aber dieses Stück ist inzwischen so eine Mischung aus Tragödie, Komödie und politischem Kasperltheater, dass selbst aus der Ferne Wegschauen schwerfällt.

Macht kann man verlieren. Anstand sollte man dabei besser nicht auch noch verlieren. Aber genau danach sieht es gerade bei einigen aus.

Und wer jetzt glaubt, das war nur Sachsen-Anhalt, der hat den Schuss noch nicht gehört. Das Ding wird nicht dort stehen bleiben. Es wird durch Deutschland laufen wie eine schlecht gelaunte Bulldogge durch eine Kneipe und dabei noch ein paar Tische umwerfen.

Die AfD und nationalistische Parteien im Ausland werden stärker werden. Nicht unbedingt, weil plötzlich alle AfD-Fans geworden sind. Sondern weil die anderen Parteien und Berufspolitiker offenbar mit beeindruckender Konsequenz daran arbeiten, ihre eigenen Wähler zu vertreiben. Je dümmer, arroganter und weltfremder sich manche Politiker dabei aufführen, desto größer wird der Zulauf. Das ist eigentlich ganz einfach. Wenn du dem Mann an der Theke zwanzigmal erklärst, dass sein Bier gar nicht leer ist, obwohl das Glas seit einer Stunde auf dem Kopf steht, wird er irgendwann ziemlich sauer. Und genau das passiert gerade.

Aber Deutschland ist damit keineswegs allein.
Ich bin seit Jahren auch beruflich viel im Ausland unterwegs und bekomme deshalb ziemlich unmittelbar mit, dass sich etwas verändert. In vielen europäischen Ländern wächst der Wunsch nach einer Politik, die wieder stärker von nationalen Interessen, eigenen Grenzen und der Frage ausgeht: 
Was ist eigentlich gut für unser eigenes Land und seine Leute?

Das alte politische Rezept, den Menschen von oben zu erklären, was sie zu denken haben, funktioniert immer schlechter. Die Leute haben Augen mit angeschlossenem Gehirn. Sie haben Internet. Sie reisen. Sie reden miteinander. Und sie merken, dass zwischen Sonntagsreden und ihrem eigenen Leben manchmal ein ziemlich tiefer Graben liegt.

Das Interessante daran ist: Je heftiger die etablierten Parteien dagegen anbrüllen, desto größer wird der Riss. Man kann einen politischen Wandel nicht dadurch verhindern, dass man ihn beleidigt. Man kann ihn auch nicht wegmoralisieren. Und schon gar nicht, indem man jeden, der anderer Meinung ist, in irgendeine Schublade steckt und anschließend zufrieden nach Hause geht. Das funktioniert vielleicht noch im Parteibüro. Draußen, in der echten Welt, funktioniert es nicht mehr besonders gut. Europa verändert sich. Vielleicht sogar schneller, als manche politischen Hinterzimmer auch in der EU wahrhaben wollen.

Und wenn die etablierten Parteien weiter so tun, als sei nicht ihre Politik das Problem, sondern ausschließlich der Wähler, dann dürfen sie sich über das Ergebnis irgendwann nicht mehr wundern.

Ich sitze derweil weiter in meiner Loge. Irgendwo im Ausland und schaue mir den ganzen Zirkus an. Eigentlich wollte ich längst nicht mehr hinschauen. Aber verdammt noch mal: Wenn die Clowns anfangen, sich gegenseitig die Manege anzuzünden, schaut man eben doch noch ein bisschen zu.

Stichworte / Keywords

Bewusstsein (500) Auswirkungen auf Menschen (329) CME (208) Flare (201) Politik (199) geomagnetischer Sturm (173) Wege aus dem Chaos (171) Erdbeben (153) sonnensturm (146) Universum (140) Stromausfall (136) Blackout (134) Verschwörungen (132) Volksverblödung (122) Krisen (118) Naturkatastrophen (109) sonnenstürme (107) Magnetfelder (106) Sonnensturm 2013 (106) Selbsthilfe (103) Finanzmarkt (95) Militär (95) Sonnenflecken (94) sonne (89) Survival (88) Gesundheitsrisiko (83) unbekannte Objekte (82) Space Weather (78) 2012 (74) Exowissenschaften (58) NWO (58) Kosmischer Wetterbericht (53) krisenvorsorge (49) Polarlichter (48) Prepper (45) positive Energie (45) Aurora Borealis (42) Gamma Rays (41) Mythen (41) Kometen (39) Erhellendes (38) Kriegsgefahr (38) Sonnenstürme aktuell (38) Dieter Broers (37) Tipps und Tricks (36) Polsprung (34) Klima (32) X-CLASS Flare (32) MindControl (30) elektrosensitiv (30) Matrix Code (29) Offroad/Survival (29) EMP (28) Empört Euch (28) Master Key System (27) Medien (27) Sonnenwind (25) Gastbeitrag (23) Autarkie (22) Plattentektonik (22) Schuman Resonanz (21) HAARP (20) Sonnenuntergang-Sonnenaufgang (20) Bilderberg (19) Vulkane (19) Chemtrails (18) Quanten (18) MACH WAS! (16) Russland (16) Maya (15) USA (15) Heliobiologie (14) Nordlicht (14) Notgepäck (14) Asteroid/Meteroid (13) farside (13) Chronobiologie (12) Mobilfunk (12) Natur (12) weltraumbeben (11) EUROkrise (10) Fracking (10) KenFM (10) Schrödingers Katze (10) Totale Überwachung (10) Datenschutz (9) Frage der Woche (9) Plasmabomben (9) Fluchtrucksack (8) Resonanz (8) Filament Eruption (7) Planetenkonstellation (7) ISON (6) Medizin (6) NSA (6) Zensur (6) Gold (5) Satire (5) 1984 (4) Cyberwar (4) Elenin (4) Kinder (4) NASA (4) Zitate (4) EISCAT (3) ESM (3) Erde (3) Giuliana Conforto (3) Paul LaViolette (3) Tsunami (3) Weltuntergang (3) Corona (2) Kornkreise (2) Koronales Loch (2) Krieg (2) Monsanto&Co (2) Nassim Haramein (2) Quantenphysik (2) UFOs (2) ADSP (1) Catharina Roland (1) Covid 19 (1) Kraftorte (1) Lauterwasser (1) Marokko (1) Menschen (1) Pandemie (1) TTIP / TISA (1) Tornados (1) Trolls (1) Wirtschaftscrash (1)

Zitat des Jahres

..."Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen.
Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden.
Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde."
-
Napoleon Bonaparte (1769-1821) über die Deutschen