Visualisierung ist der Vorgang, sich geistige Bilder zu schaffen. Das Bild ist die Gußform oder das Modell, das als Muster dient und aus dem Deine Zukunft entstehen wird. Mache dieses Muster klar und schön; habe keine Angst; mache es großartig; erinnere Dich daran, daß niemand außer Du selbst Dir Beschränkungen auferlegen kann. Du bist hinsichtlich Kosten oder Material keineswegs eingeschränkt. Benutze das Unendliche zur Beschaffung; erschaffe es mittels Deiner Vorstellungskraft. Dort muß es zuerst auftauchen, bevor es irgendwo anders jemals in Erscheinung treten kann.
Mache dieses Bild klar und gestochen scharf. Halte es fest im Bewußtsein, und Du wirst sehen, wie es die Sache Schritt für Schritt näher an Dich heranbringt. Du kannst sein, was „Du sein willst“.
Dies ist eine weitere, wohlbekannte psychologische Tatsache, aber unglücklicherweise wird das alleinige Lesen diese Idee, die Du im Bewußtsein trägst, nicht verwirklichen. Es wird Dir noch nicht einmal helfen, dieses geistige Bild zu formen, noch weniger, es zur Darstellung zu bringen. Arbeit ist notwendig – harte, geistige Arbeit – die Art von Aufwand, die nur so wenige bereit sind zu leisten.
Der erste Schritt ist die Idealisierung. Es ist gleichsam der wichtigste Schritt, weil es der Plan ist, nach dem Du baust. Er muß solide sein; er muß dauerhaft sein. Der Architekt, wenn er ein 30-stöckiges Hochhaus plant, hat jede Linie und jedes Detail im voraus verbildlicht. Der Ingenieur, wenn er ein Tal überspannt, vergewissert sich zuerst der Belastbarkeit Millionen einzelner Teile.

